Die Idee des Boulespiels
Bei dem Boule-Spiel treten zwei Mannschaften gegeneinander an. Sie versuchen, von einem bestimmten Punkt aus, Stahlkugeln möglichst nahe an eine kleine Zielkugel zu platzieren. Diejenige Mannschaft, deren Kugel, oder Kugeln, näher als die der gegnerischen Mannschaft liegt, gewinnt die Runde.
„Boule“ heißt ganz einfach: „Kugel“. Sie ist bei unserem Spiel aus Stahl. Die kleine Zielkugel heißt übrigens „cochonnet“. Das „Schweinchen“. Sie wird auch häufig als „Sau“ bezeichnet. Sie ist aus Holz.
Boule basiert auf Geschick, Erfahrung und Taktik. Es ist keine Kraftsportart. Eine gute Wurftechnik entscheidet.
Und es ist kein Kampfsport! Boule basiert auf Fairness und einem offenen Miteinander.
„Boule“ ist französisch, und heißt einfach „Kugel“. Dementsprechend gibt es mehrere Varianten davon. Meist wird mittlerweile die Variante „Pétanque“ gespielt, eine Form, die sich vor rund 100 Jahren in Südfrankreich entwickelt hat. Hierbei steht man beim Wurf mit beiden Beinen nebeneinander fest auf dem Boden. Wer den südfranzösischen Dialekt der Provence kennt, erkennt vielleicht in dem Wort „Pétanque“ die Übersetzung von „Füße zusammen“ (”pieds tanqués”). Eine schöne Zusammenfassung der Geschichte des Sports findest Du hier.
Das Gelände
Gespielt wird ursprünglich, und auch heute häufig noch, auf jedem beliebigen Platz, der einigermaßen eben ist, gerne auf einem halbwegs
festen, vielleicht sandigem Untergrund, vielleicht auch mit feinem Splitt belegt. Was halt der Platz vor dem Café oder der Kirche gerade so
hergibt. Der Platz sollte groß genug sein. Auf Gras oder Asphalt wird in der Regel nicht gespielt.
Will man professioneller spielen, dann nutzt man häufig speziell angelegte Boulebahnen mit Begrenzungen und jeweils homogenen Bodenbelägen.
Die Mannschaften
Normalerweise spielen zwei Mannschaften gegeneinander. Eine Mannschaft kann aus 1 Person bestehen – das nennt sich dann tête-à-tête (Kopf an Kopf), oder es sind jeweils zwei oder gar drei Personen (Doublette und Triplette). Beträgt die Mannschaftsstärke eine oder zwei Personen, spielt jeder mit 3 Kugeln. Beim Triplett bekommt jeder nur 2 Kugeln.
Gelegentlich gibt es im Alltag Ausnahmen: finden sich nur 3 Spieler, so spielt jeder gegen jeden. Jeder hat 3 Kugeln. Es wirft dann jeweils derjenige, dessen beste Kugel weiter von der Zielkugel entfernt ist als die besten der beiden anderen Spieler. Bei 5 Spielern spielt eine Mannschaft mit 2 Personen, die dann jeweils 3 Kugeln zur Verfügung haben, gegen eine Mannschaft mit 3 Personen, die sich jeweils mit 2 Kugeln begnügen.
7 Spieler sind blöd….
Das Spiel – einfache Version
Alle Spieler werfen ihre Kugeln von demselben Standort aus. Ein Spieler derjenigen Mannschaft, die beginnt, markiert seinen Standort, z.B. indem er mit dem Fuß oder mit einem Stock einen Kreis um sich herum zieht, oder einen Ring hinlegt. Er wirft dann die Zielkugel in eine beliebige Richtung. Sie sollte in einer geeigneten Entfernung liegen bleiben – zu kurz oder zu lang lässt sich schlecht spielen. Es hat sich eingebürgert, dass die Entfernung zwischen 6 und 10 m von dem Kreis aus betragen sollte (das ist in dem Regelwerk für Turniere auch so verbindlich festgelegt). Passt das nicht, kann die gegnerische Mannschaft die Zielkugel nach eigenem Ermessen passender hinlegen.
Nun wirft ein Spieler der ersten Mannschaft eine seiner Kugeln, von dem markierten Standpunkt aus. Danach legt ein Spieler der zweiten Mannschaft nach, ebenfalls von demselben Punkt. Wer als nächstes spielt ist, hängt davon ab, welche Kugel näher an der Zielkugel liegt. Es spielt immer diejenige Mannschaft, deren beste Kugel nicht am nächsten zur Zielkugel liegt.
Alle Spieler werfen ihre Kugeln von demselben Standort aus. Ein Spieler derjenigen Mannschaft, die beginnt, markiert seinen Standort, z.B. indem er mit dem Fuß oder mit einem Stock einen Kreis um sich herum zieht, oder einen Ring hinlegt. Er wirft dann die Zielkugel in eine beliebige Richtung. Sie sollte in einer geeigneten Entfernung liegen bleiben – zu kurz oder zu lang lässt sich schlecht spielen. Es hat sich eingebürgert, dass die Entfernung zwischen 6 und 10 m von dem Kreis aus betragen sollte (das ist in dem Regelwerk für Turniere auch so verbindlich festgelegt). Passt das nicht, kann die gegnerische Mannschaft die Zielkugel nach eigenem Ermessen passender hinlegen.
Nun wirft ein Spieler der ersten Mannschaft eine seiner Kugeln, von dem markierten Standpunkt aus. Danach legt ein Spieler der zweiten Mannschaft nach, ebenfalls von demselben Punkt. Wer als nächstes spielt ist, hängt davon ab, welche Kugel näher an der Zielkugel liegt. Es spielt immer diejenige Mannschaft, deren beste Kugel nicht am nächsten zur Zielkugel liegt.
Wer gewinnt?
Wenn alle Kugeln gespielt sind, werden die Punkte verteilt. Den ersten Punkt bekommt die Mannschaft, deren Kugel am nächsten zur Zielkugel liegt. Sie kann weitere Punkte bekommen, wenn sie noch mehr Kugeln liegen hat, die besser liegen als die beste Kugel der gegnerischen Mannschaft. Eine Mannschaft kann also bis zu 6 Punkte bei einer Runde – einer sogenannten Aufnahme – bekommen. Die andere Mannschaft geht leer aus.
Diese Mannschaft markiert nun die Stelle, an der die Zielkugel lag, und wirft sie von dort aus für die nächste Aufnahme.
Gewonnen hat die Mannschaft, die als erste insgesamt 13 Punkte erreicht hat.
Die Regeln – für Leute, die es ernster nehmen
Boule kann man natürlich ganz einfach sozusagen auf der Grünen Wiese spielen.
Boule wird allerdings auch wettkampfmäßig gespielt. Es gibt viele Turniere, z.T. offen, für jedermann, und auch Ligen auf den unterschiedlichsten Ebenen.
Daher gibt es natürlich auch offizielle Regelwerke, in denen jedes Detail beschrieben ist. Was passiert, wenn man keinen freien Platz, sondern abgesteckte oder abgegrenzte Bahnen hat? Wie geht man damit um, wenn die beiden besten Kugeln exakt denselben Abstand zur Zielkugel haben? Es gibt Vorgaben für die Kugeln, Zeitvorgaben für einen Wurf, gelbe, und rote Karten, und vieles mehr. Das kann man alles nachlesen. Die Regelwerke werden immer wieder angepasst.
